Dienstag, 15. Mai 2018

Die Gaben der Quelle – Entfesselt von C.Oskolm

Titel: Die Gaben der Quelle – Entfesselt (Band 3)
Autor: Cea Oskolm
Seiten: 329
eBook7 Taschenbuch
Reihe: Die Gaben der Quelle (6 Bücher)

 Achtung! Spoiler zu Band 1 und Band 2!

Zehn Jahre ist es jetzt her, dass Jean wegen Mord ins Gefängnis musste, Aileyja ein totes, entstelltes Kind zur Welt brachte, Salis zur Armee musste, und Aila auf die Erde geschickt wurde. Nun ist es an der Zeit, dass die Prinzessin zurück auf die Drei Planeten kommt und ihre Ausbildung beginnt. Jean wurde derweil aus dem Gefängnis entlassen und bringt wieder das Leben aller gründlich durcheinander. Vor allem das von Salis. Doch die Gefahr geht nicht nur von der versiegelten Quelle aus, auch aus dem All nähert sich jemand Unbekanntes.

Wer denkt, im dritten Teil wird es weniger spannend in der Reihe, hat die ersten beiden Bücher wohl nicht gelesen. Salis, Jean, Aila und Aileyja sorgen schon dafür, dass es spannend bleibt. Der Schreibstil ist sehr flüssig, und die Gedankengespräche werden immer mehr und umfangreicher. Die Quelle wird immer präsenter und alles in allem überschlagen sich so langsam die Geschehnisse.
Besonders aufregend finde ich weiterhin Salis. Sein Charakter macht extreme Entwicklungen durch, trotzdem bleibt er sich selbst treu. Sein wahres Ich bleibt erhalten, auch wenn er in Notsituationen der Dragor sein muss und es auch ist. Diese Gradwandlungen hat die Autorin sehr gut hinbekommen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit den Turmwächtern, der Quelle, dem Königshaus und dem Dragor weiter geht und freue mich auf Band 4.

Sonntag, 13. Mai 2018

Die Damen der Geschichte (Anthologie)

Titel: Die Damen der Geschichte (Anthologie)
Autor: Corinna Schattauer, Sabrina Zelezný, Fabian Dombrowski, Iviane Jakobs, Cat Dolcium, Andrea Bienek, Tina Somogyi, Tanja Hanika, Nina C. Egli, Markus Cremer, Isabel Schwaak, Detlef Klewer
Seiten: 175
Taschenbuch

In diesem wunderschönen Buch geht es um Dark-Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund, vorrangig eben um die Damen der Geschichte. Neben Mary Shelley, der Königin von England Maria Stuart oder der der Kaiserin von Österreich Elisabeth von Österreich, lernt man auch etwas über Lucrezia Borgia, deren Familienname vielleicht eher bekannt ist, oder auch Malinche. Kurzum, es geht um sehr berühmte Frauen, die im Mittelpunkt ihrer Epoche stehen, und um Frauen, die eher im Hintergrund die Fäden gezogen haben. Trotzdem ist jede Geschichte spannend und aufregend, und manchmal auch etwas düster.
Besonders gefallen hat mir Des Todes kleiner Bruder von Tina Somogyi, in der es um Madame de Pompadour und ihre Schlafstörung geht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte sehr spannend. Besonders die Mischung, wie die Hexe beschrieben wird, hat mir sehr gefallen, da sie einerseits als magische Hilfe, andererseits als Kind gesehen wird.
Auch Kalte Spiegel von Isabel Schwaak über Sisi, die Kaiserin von Österreicht, fand ich sehr spannend. Auf der einen Seite klagt die Kaiserin über die Vergänglichkeit der Schönheit, doch ist sie nicht bereit dafür jeden Preis zu zahlen. Zumindest macht sie den Eindruck.
Zum Schluss hat mich Die Engel der Krim von Markus Cremer sehr beeindruckt und mitgenommen. Von dem Autor von Archibald Leach eine so düstere und grausige Geschichte zu lesen, war eine Art Offenbarung.
Alles in allem ist diese Anthologie sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Es geht eben nicht nur um Vampire und Werwölfe, es geht auch um Dämonen und andere Wesen der Nacht. Die geschichtlichen Hintergründe fand ich dabei besonders spannend. Ich hoffe wirklich, dass da noch eine weitere Anthologie folgen wird.

Freitag, 11. Mai 2018

Die Stille meiner Worte von A.Reed

Titel: Die Stille meiner Worte
Autor: Ava Reed
Verlag: ueberreuter
Seiten: 317
Gebundene Ausgabe

„Gut ist gerade ziemlich wenig und wir wissen alle, dass das Wort okay nichts weiter ist als eine große Lüge. Ein Lückenfüller für Gefühle, die wir ohnehin nicht beschreiben können und bei denen wir es gar nicht erst versuchen.“ (S.277)

Wie soll ich Worte für dieses Buch finden, wenn so viele es schon getan haben? Ohne den spontanen Besuch von Avas spontaner Signierstunde in Berlin, hätte ich dieses Buch jetzt noch nicht und jetzt noch nicht gelesen. Ich habe so viel darüber gelesen, dass es definitiv auf meiner Wunschliste stand, aber erst die Signierstunde hat es zu mir nach Hause befördert. Und was bin ich glücklich über dieses Buch. Es ist so voller Wahrheiten, Gefühle, und Stille.

„Du bist Hannah die liebst Katzen und dies ist dein erstes Jahr in Sankt Anna. Du hast deine Zwillingsschwester verloren. Ihr Name war Izzy.“ (S. 178)

Hannah ist verstummt. Sie hat so viele Worte und Gefühle in sich und kann sie nicht aussprechen. Deswegen wird sie nach Sankt Anna geschickt. In der Hoffnung, dass es besser wird. Oder sie sich besser fühlt.
Dies ist mein erstes Buch von Ava Reed, das nicht Fantasy ist. Ich liebe ihre Spiegelsplitter/ SpiegelStaub-Diologie und ihren Schreibstil, der in diesem Buch natürlich auch locker leicht ist, und doch voller Gefühle. Ich habe dieses Buch gelesen, als gäbe es nichts wichtigeres und es hat mich mitgenommen wie lange keins mehr. Ich kann es einfach nicht genau beschreiben, ihr müsst es selber lesen.

Dienstag, 8. Mai 2018

Die Nacht des Jägers von R.A. Salvatore

Titel: Die Nacht des Jägers (Das Buch der Gefährten 1)
Autor: R.A. Salvatore
Übersetzer: Imke Brodersen
Verlag: blanvalet
Seiten: 544
Taschenbuch
Reihe: Das Buch der Gefährte

Klappentext:
Von seinem eigenen Volk verstoßen, kehrt der Dunkelelf Drizzt Do’Urden auf der Suche nach einem verschollenen Freund mit seinen Gefährten in die verlassene Zwergenstadt Gauntlgrym zurück. Sie ahnen nicht, dass die Dunkelelfen dort inzwischen eine Siedlung gegründet habem. Was wie ein Abenteuer in den leeren Zwergenhöhlen begann, wird zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben. Denn nichts würde die grausame Spinnengöttin der Dunkelelfen glücklicher machen, als der Tod von Drizzt Do‘Urden – und ihr Volk ist nur zu gern bereit, ihren Wünschen zu folgen …


Ich komme in dieses Buch nicht rein. Nicht nur die Namen sind gewöhnungsbedürftig, auch der ganze Erzählstil. Während der Prolog noch aufregend und spannend ist, verliert das Buch im ersten Kapitel jegliche Spannung. Ich vermisse die Dunkelelfen, die wenigstens in einem Nebensatz als solche bezeichnet werden sollten. Ich verstehe die Welt nicht, die Sitten, die Gebräuche, weil der Leser gleich in Intrigen hineingezogen wird, ohne Hintergrundwissen oder was überhaupt Sache ist. Das macht es für mich schwierig, in die Geschichte hinein zu finden.
Im zweiten Kapitel trifft der Leser augenscheinlich auf die Gefährten. Die scheinen sich aus einem früheren Leben zu kennen, oder alle schon ewig auf der Welt zu wandeln, ich weiß es nicht genau. Jeder scheint in Rätseln zu sprechen, mehr zu meinen, als er sagt. Die Verwirrung des Lesers wird durch die Verwirrung der Charaktere noch größer.
Und jetzt zu den Namen. Ausgefallen, ja. Schwierig auszusprechen, vielleicht. Aber wenn dann noch Namen ähnlich sind, eine Person mal so und mal anders genannt wird, stell ich mir die Frage: Hat sie mehr als eine Persönlichkeit?
Das alles macht es mir schwer, in dieses Buch hinein zu finden. Vielleicht haben ja andere mehr Glück als ich und erzählen mir dann, wie gut das Buch ist. :)

Montag, 7. Mai 2018

Nachrichten von Mr.Dean von K.Wolf

Titel: Nachrichten von Mr.Dean
Autor: Katharina Wolf
Verlag: Amrûn
Seiten: 276
Taschenbuch

Ich bin enttäuscht! Woran das liegt? Ich weiß es nicht genau. Ist es, weil ich so lange auf das Buch warten musste? Ist es, weil es so gehyped wurde? Waren meine Erwartungen einfach zu hoch? Vielleicht eine Mischung aus allem.
Als dieses Buch erscheinen sollte, wurde Facebook mit Textschnipseln überhäuft, die in mir den Wunsch weckten, dieses Buch zu lesen. Marketing done right! Also bin ich Ende Februar in den Buchladen um die Ecke und habe dieses Buch bestellt, welches ich dann irgendwann im April endlich abholen konnte, und jetzt auch endlich gelesen habe. Nun aber mal zum Buch!

Rubys Leben läuft nicht so, wie sie es sich wünscht. Ihr Job macht sie nicht glücklich und ihr Liebesleben lässt auch zu wünschen übrig. Nach einer verzweifelten SMS an ihre beste Freundin, stell sie fest, dass sie sich in der Nummer geirrt hat. Doch „James Dean“ am anderen Ende macht sie neugierig. Und auch er scheint Gefallen an „Merida“ gefunden zu haben.

Was habe ich erwartet? Eine Liebesgeschichte basierend auf der Anonymität zweier fremder Nummern. Doch schon nach kurzer Zeit haben die beiden ihre wahre Identität preis gegeben und sich getroffen. Das hat für mich den Zauber genommen. Und auch wenn der Schreibstil leicht und flüssig ist, Ruby und James Dean nette Charaktere sind, bin ich enttäuscht. Durch Nathalie, Mike und Anna kam Spannung in die Geschichte und trotzdem ist für mich der Hype nicht begründet, ist es doch eine Liebesgeschichte wie viele andere auch.
Versteht mich nicht falsch, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und mitgefiebert, wie es denn nun zum Happy End kommt, aber für Herz-Schmerz und ein bisschen Drama reise ich lieber nach Eschberg. Ich hatte etwas anderes erwartet, das ist alles.

Freitag, 4. Mai 2018

Identitär! Geschichte eines Aufbruchs von M.Sellner

Titel: Identitär! Geschichte eines Aufbruchs
Autor: Martin Sellner
Seiten: 280
Taschenbuch

„[…] erlebe die Folgen des Großen Austauschs und einer dekadenten Konsumgesellschaft hautnah. Es mangelt an der Qualität und der Quantität. Jeder hat etwas zu verlieren und etwas zu erben. Viele Heranwachsende sind verwöhnte Einzelkinder, die nicht gelernt haben, die eigenen Bedürfnisse zurückzustecken. Diese Jugendlichen, oft aus zerrütteten Familien, aufgewachsen mit Hardcorepornos und Komasaufen, vom Schuldkult in eine neurotische Identitätskrise getrieben und ohne Tugenden und Werte erzogen, sind am Ende, obwohl sie erst am Anfang ihres Lebens stehen. […] Es ist eher ein Vorwurf an ihre Eltern, wenn ich sage: Es ist die verwahrloseste Generation, die wir je hatten.“ (S.238)

Dieses Buch ist ein autobiographischer Bericht über die Beginne der Identitären Bewegung (hauptsächlich) in Österreich und (ein bisschen) in Deutschland. Es ist eine Erklärung, wie es zu dieser Bewegung gekommen ist, woher die Idee stammt, woher die Philosophie und das Denken. Es ist auch eine Art Grundsatzpapier, in dem Aktionen erzählt und erklärt, Hintergründe und Wirkungen beschrieben werden und alles bekannte in Frage gestellt wird.
Ich habe lange überlegt, ob ich „zugeben“ soll, dass ich dieses Buch gelesen habe. Gandhi hat auch den Koran und die Bibel gelesen, bevor er sich bewusst für den Hinduismus entschieden hat. Warum sollte ich also nicht ein Buch über die Neue Rechte lesen? Vielleicht, weil ich mir Gedanken mache, was für ein Bild das auf mich wirft. Aber nur, weil ich das Buch der Indentitären Bewegung gelesen habe, stimme ich nicht mit ihr überein. Ich habe oft genickt und einigen Punkten zugestimmt, ich habe die Beschreibungen und Beweggründe einiger Aktionen gespannt verfolgt und mir meine Gedanken gemacht.
Es ist nicht alles falsch, was in diesem Buch steht, nur weil es rechts ist. Trotzdem betrachte ich es kritisch, weil es eine Autobiographie ist. Selbstverherrlichend. Es ist ein Denkanstoß, der nötig war. Ich habe das Gefühl in dieser Welt politisch auf der Stelle zu treten und nicht voran zu kommen. Ich bin offenbar nicht allein. Aber ist das der „rechte“ Weg? Ich weiß es nicht und werde mir weiter dazu Gedanken machen (müssen).

Montag, 30. April 2018

Monatsrückblick: April 2018

Monatsrückblick: April 2018

Der April macht, was er will. Zum Beispiel Ostern und mir ganz viele Bücher bescheren, während ich sehr wenig lese. Hier also meine gelesenen Bücher:
- Helden des Olymp – Das Haus des Hades
- Helden des Olymp – Das Blut des Olymp

Das macht vier beendete Bücher und 1795 gelesene Seiten. Im Februar habe ich übrigens 6 Bücher gelesen, aber nur 1673 Seiten. Nur als kleine Rechtfertigung^^ Hier sind meine Neuzugänge und mein SuB:



Top Charakter: Auch wenn ich Percy Jackson sehr mag, ist mir Nico, Sohn des Hades, sehr ans Herz gewachsen
Flop Charakter: Hera, wie eh und je. Obwohl Gaia ihr den Platz wunderbar streitig macht.
Top des Monats: Meine grüne Wand in meinem Wohnzimmer. 

Meine grüne Garderobe mit dem Wardrunabild. 

Bald kann ich meinen Mädchennamen wieder annehmen yay
Flop des Monats: Rechnung vom Gericht